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"Ein Tag mit" Franz Völkl im Werksviertel München

Franz Völkl vom Bayernwerk Natur sorgt dafür, dass im Münchener Werksviertel die dezentrale Energiewende ein Erfolg wird.

Schon wenn man in die Nähe der Baustelle kommt hört man, dass das Werksviertel am Münchener Ostbahnhof gerade ziemlich umgekrempelt wird. Mittendrin: Franz Völkl. Als Projektleiter kümmert sich Franz um Strom und Wärme auf dem Gelände. Zeitgleich ist er Co-Geschäftsführer der eigens gegründeten werkkraft und koordiniert mehr als 6 Millionen Euro, die bis 2019 in das Energiesystem investiert werden – eine echte Herausforderung.

Franz Völkl arbeitet beim Bayernwerk Natur. Sein Büro hat er zuletzt vor zwei Wochen betreten. Mehrere Projekte, verteilt in ganz Bayern, managt er gerade parallel: Krankenhäuser, Fabriken und Hotels – alle wollen ihre eigene Energie produzieren.

 

Chancen, Ideen und Konzepte

Mit mehr als 100 Beteiligten hat Franz in den vergangenen Wochen und Monaten gesprochen, Chancen und Risiken kalkuliert, Pläne ausgearbeitet, Konzepte entwickelt, Projektpartner zusammengebracht. Alles für ein Ziel: Das Werksviertel nachhaltig mit dezentraler, also unmittelbar vor Ort erzeugter, Energie zu versorgen. Keine einfache Aufgabe. Das Gelände ist immerhin so groß wie zwölf Fußballfelder. Während der Baubesprechung beugen sich Franz und die anderen über diverse Projektskizzen. Trotz des engen Zeitplans bleibt die Stimmung entspannt. Eine gute Atmosphäre sei wichtig, sagt Franz: Damit es auf der Baustelle läuft.

 

„Das ist die lokale Energiewende – live und in Farbe.“

Das Herzstück für die Energieversorgung wurde vor wenigen Tagen geliefert: Zwei extrem effiziente Blockheizkraftwerke (BHKW), die künftig rund 1.000 Abnahmestellen in 13 Gebäuden mit Strom, Wärme und Kühlung versorgen werden. Planmäßig sollen sie zehn Jahre laufen. Ihr Wirkungsgrad beträgt 90 Prozent. Zum Vergleich: Große Kohlekraftwerke erreichen lediglich 40 Prozent. Auch der Bau von Solar- oder Kleinwindanlagen stehe zur Diskussion. Weil aber viele Gebäude noch nicht fertig sind, muss das erstmal warten.

 

Glaube an die neue Energiewelt

Vor Herausforderungen schreckt Franz nicht zurück. „Oft habe ich mitten in der Nacht eine neue Idee, um ein Problem zu lösen“, gibt er zu. Es geht ihm um die Sache: Er glaubt an die neue Energiewelt. Sie aufzubauen, das treibt ihn an. So richtig abschalten kann er nur im Urlaub. Da bleibt das Handy konsequent aus.

 

Werksviertel ist ein lebendiger Ort

Neues wagen, Altes bewahren – unter dem Motto wird das Werksviertel umgestaltet. Bis in die 1990er Jahre hat sich hier alles um Kartoffeln gedreht. Noch heute sind alte Lagerhallen und Produktionsanlagen der damaligen Pfanni-Werke allgegenwertig. Eisenbahnschienen führen über das Gelände. Später siedelten sich Clubs und Diskotheken hier an. Das Areal war geprägt von Künstlern und ihren Ateliers. Viele sind noch immer hier. Das Werksviertel ist ein lebendiger Ort, und so soll es bleiben. Alle arbeiten hier an der Zukunft. Franz Völkl ist mittendrin.

 

Die ausführliche Geschichte über einen Tag im Leben von Franz Völkl gibt es unter www.berlin.eon.com/werksviertel-bhkw-bayernwerk/