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A pfundige Sache

19.11.2015

Sogar die Sonne hat mitgefeiert. Sie tauchte das Foyer der ESKARA-Kulturhalle in spätherbstliches Licht, um dann mit einem himmlischen Lichtspektakel unterzugehen. Die rund 350 Gäste erlebten nach diesem Vorspiel einen besonderen Abend. Kulturpreis Bayern anno 2015, Preisverleihung in Essenbach.

 

„Wir müssen unsere Kultur wertschätzen und hochhalten“ – mit diesen Worten begrüßte Moderator Alexander Mazza das Publikum und seine ersten Gesprächspartner auf der Bühne: Bayernwerk-Vorstand Reimund Gotzel und Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle. Reimund Gotzel verwies auf die lange Geschichte des Preises, der in seiner heutigen Form seit elf Jahren vergeben wird. 1959 als Kulturpreis Ostbayern ins Leben gerufen und 2005 auf ganz Bayern ausgeweitet, liest sich die Liste der Preisträger inzwischen wie das Who-is-who der bayerischen Kulturszene. „Das wird a pfundige Sache“, war sich Ludwig Spaenle deshalb auch schon in diesem Moment sicher. Spaenle schlug den Bogen von der Kultur hin zu den 30 Universitäten und Hochschulen in Bayern, die er als wichtige Impulsgeber für die Region lobte. Eine wichtige Stütze auch für Unternehmen wie das Bayernwerk, die auf Nachwuchskräfte aus der Region setzen.

 

„Junge Menschen sind unsere Zukunft“, übernahm die Fernsehjournalistin Anja Reschke den Staffelstab. Als Laudatorin für die 17 Preisträger der Kategorie Hochschulen für angewandte Wissenschaften forderte sie: „Wir brauchen gute Ideen. Dafür sorgen die Preisträger mit ihren ausgezeichneten Abschlussarbeiten.“

 

Schauspielerin Angela Ascher, bekannt als Ilse Aigner vom Nockherberg, überreichte den fünf Absolventen der bayerischen Kunsthochschulen die Preise, und Tobias Haupt, jüngster Professor für Sportmanagement Deutschlands, die Preise für die besten Doktoranden der Universitäten. „Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen Fußball und dem Kulturpreis Bayern“, so Haupt. „In beiden Fällen werden Spitzenleistungen verlangt, es gibt Pokale zu gewinnen, und ein anstrengender Weg liegt hinter jenen, die es nach ganz oben schaffen.“

Finale furioso mit Bruno Jonas

Ganz oben sind sie schon angekommen, die Preisträger der Kategorie Kunst. Schauspieler Marcus Mittermeier verbeugte sich mit Worten und Gesten vor Eugen Gomringer, Ingo Maurer und Thomas von Steinaecker. Christiane Karg und Brigitte Hobmeier erlebten die Ehrung aus der Ferne – berufliche Termine verhinderten ihre persönliche Teilnahme. Sicher hätten auch sie das Finale furioso genossen, das Sonderpreisträger Bruno Jonas hinlegte. „Ein Preis für mich, vom Bayerischen Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst – das gibt mir doch zu denken“, lästerte der Kabarettist. „Lob von der Politik? Dann mache ich etwas falsch. Oder ein Bestechungsversuch? Keine Chance.“ Trotzdem stand Bruno Jonas die Freude über den Preis ins Gesicht geschrieben. „Diese Liste mit so vielen geschätzten Kollegen, und da steh' ich jetzt auch drauf. Da bin ich schon ein bisschen stolz.“ Applaus!

Autorin: Antje Meyen