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Das regionale Stromnetz fitmachen und digitalisieren

Das regionale Stromnetz fitmachen und digitalisieren
Informierten sich an der neuen digitalen Ortsnetzstation in Patersdorf über den Ausbau des Verteilnetzes (v.l.n.r.): Adolf Muhr (1. Bürgermeister Gemeinde Patersdorf), Michael Pollerspeck (Bayernwerk Netz, Leiter Kundencenter Regen), Toni Pöschl (Bayernwerk Netz, Projektleiter), Martin Bartl (Partnerfirma Josef und Hermann Kraus, Bauleiter), Manuel Birnböck (Bayernwerk Netz, Baubegleiter), Hans Dachs (1. Bürgermeister Gemeinde Zachenberg) (Foto: Bayernwerk Netz GmbH).

Das Bayernwerk investiert in den Ausbau und die Modernisierung seines Versorgungsnetzes. Es stellt damit die Weichen für eine erfolgreiche Energiewende im Freistaat. Zwischen der Gemeinde Zachenberg und der Gemeinde Patersdorf in Niederbayern wird seit Oktober an einer Mittelspannungsleitung gebaut – vier digitale Stationen bringen Intelligenz ins Netz.

Das Ausbauprojekt rund um Zachenberg und Patersdorf ist ein wichtiger Baustein für die Energiezukunft Bayerns, denn es macht das regionale Netz fit für eine sichere Versorgung. „Das leistungsstarke Erdkabel trägt zu einer stabilen Versorgung bei. Die modernen Mittelspannungskabel sind zudem weniger störanfällig als Freileitungen, die sämtlichen Witterungseinflüssen ausgesetzt sind“, erläutert Michael Pollerspeck, Leiter des Bayernwerk-Kundencenters Regen.

Knapp vier Kilometer Erdkabel geplant

In Patersdorf veranschaulichten die Verantwortlichen die Bedeutung des Projekts für die Energiezukunft Bayerns. Bereits seit April 2023 baut das Bayernwerk in verschiedenen Abschnitten an der knapp vier Kilometer langen Leitung. Damit investiert das Bayernwerk rund 900.000 Euro in die Modernisierung und den Ausbau des Stromnetzes vor Ort. Die neue Stromverbindung verläuft zwischen den Ortsteilen Fratersdorf, Pointmannsgrub, Vorder- und Hinterdietzberg der Gemeinde Zachenberg und den Gebieten Füchslanger und Zuckenried der Gemeinde Patersdorf. Die Techniker werden 29 Strommasten abbauen können, sobald die neuen Erdkabel in Betrieb genommen wurden.

Intelligentes Netz

Für die Modernisierung der Trafostationen setzt das Bayernwerk in den Ortsteilen Zuckenried, Pointmannsgrub, Fratersdorf und Vorderdietzberg auf Digitalisierung: Geplant sind vier digitale Ortsnetzstationen, die zwei Turmstationen und zwei Betonmaststationen ersetzen. Ein regelbarer Ortsnetztrafo (rONT) gleicht Schwankungen im Energieverbrauch und bei der Einspeisung erneuerbarer Energien automatisch aus. Sie sind fernsteuerbar und liefern Daten, die den Servicetechnikern bei der Wartung helfen. Dank der smarten Stationen können mehr Erzeugungsanlagen ans Netz angeschlossen werden. Bis 2030 sollen im gesamten Bayernwerk-Gebiet Tausende Ortsnetzstationen ans Netz gehen.

Damit der Freistaat im Sinne des Bayerischen Klimaschutzgesetzes ab 2040 klimaneutral werden kann, müssen in den nächsten Jahren die Hochspannungs-, Mittelspannungs- und Niederspannungsnetze ausgebaut werden. Die wachsende Zahl dezentraler Erzeugungsanlagen und der steigende Strombedarf durch Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen erfordern ein starkes, intelligentes und flexibles Netz. Nur so können die Energieflüsse gesteuert und die Versorgungssicherheit für Kunden langfristig gewährleistet werden. Dafür sind zahlreiche neue Umspannwerke und die Erweiterung bestehender Anlagen erforderlich.

Rekordinvestitionen für die Energiezukunft

Mehr als 425.000 dezentrale Erzeugungsanlagen für erneuerbare Energien hat das Bayernwerk bereits ans Netz angeschlossen. Vor allem die Anzahl von Photovoltaikanlagen steigt rasant. „Strom aus Sonne und Wind ist nicht immer dann verfügbar, wenn wir gerade viel davon benötigen. Intelligente Netze sowie eine hohe Leistungsfähigkeit sind damit von entscheidender Bedeutung“, erklärt Michael Pollerspeck und ergänzt: „Deshalb arbeiten wir bereits seit Jahren systematisch am Ausbau der Netze in Bayern auf Hoch-, Mittel- und Niederspannungsebene.“ Um das gesellschaftliche Ziel eines klimaneutralen Freistaats bis 2040 zu stemmen, investierte das Bayernwerk im Jahr 2023 rund 790 Millionen Euro in den Netzausbau, deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Der Verteilnetzbetreiber rechnet im Zeitraum 2021 bis 2024 in Summe mit einem Investitionsvolumen von rund 2,9 Milliarden Euro.

Hier gibt es weitere Informationen zum Netzausbau