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Artenschutz in Turmstation

Artenschutz in Turmstation
Burgwindheims Bürgermeister Johannes Polenz (l.) und Marcel Boiger von der Bayernwerk Netz GmbH vor der alten Turmstation (Foto: Markt Burgwindheim).

Die Modernisierung des Stromnetzes von Kötsch, ein Ortsteil von Burgwindheim in Oberfranken, ist abgeschlossen. Die alte Schaltstation wird seitdem nicht mehr benötigt und kommt nun einem anderen Zweck zugute. Das Bayernwerk hat sie an die Marktgemeinde übergeben – die sie künftig für ein Biodiversitätsprojekt nutzen möchte.

Für die Stromversorgung wird die alte Station nicht mehr benötigt, denn das Bayernwerk hat die alte Anlage durch eine neue, intelligente Ortsnetzstation ersetzt. „Der Markt Burgwindheim hat uns gefragt, ob wir ihm die Station überlassen können, um dort eine Stele der Biodiversität einzurichten", berichtet Bayernwerk-Kommunalmanager Marcel Boiger. Gemeinsam mit dem Verein Artenschutz in Franken möchte der Markt Burgwindheim das Stationsgebäude sanieren und die Fläche der Natur überlassen. Durch das künstliche Habitat sollen künftig Lebens- und Fortpflanzungsräume für im Bestand gefährdete Tierarten gesichert werden.

Kindgerechter Beitrag zum Artenschutz

„Wir freuen uns, mit der Stele der Biodiversität auch aufgrund des Standorts direkt neben einem gemeindlichen Spielplatz einen Beitrag zum Artenschutz insbesondere für Kinder und Jugendliche leisten zu können", erklärt Burgwindheims Bürgermeister Johannes Polenz.
Durch die künstlerische grafische Gestaltung der ehemaligen Transformatorenstation soll die Fantasie der Kinder angeregt werden. Für Erwachsene soll sie als Mahnmal für den Beitrag der Gesellschaft zum Niedergang der Biodiversität verstanden werden und dazu aufrufen, sich um die Erhaltung regionaler Artenvielfalt zu bemühen.

„Wenn wir Ortsnetze erneuern und ausgediente Turmstationen durch moderne Anlagen ersetzen, sind wir stets offen für Anfragen der Kommunen, was die Weiternutzung der Gebäude angeht. Gerne haben wir es auch hier in Kötsch ermöglicht, dass der Turmstation neues Leben eingehaucht werden kann", macht Marcel Boiger deutlich.

Das Bayernwerk hatte zwischen 2020 und 2022 das gesamte Niederspannungsnetz in Kötsch erneuert und Freileitungen durch moderne und leistungsfähigere Erdkabel ersetzt. Die Kosten dafür lagen bei rund 300.000 Euro. „Die neuen Erdkabel tragen zu einer sicheren und stabilen Versorgung bei. Sie sind leistungsfähiger und gleichzeitig weniger störanfällig als Freileitungen, die der Witterung ausgesetzt sind", erklärt Carsten Schneider, Leiter des zuständigen Bayernwerk-Kundencenters Bamberg. Teil der Erneuerung des Stromnetzes in Kötsch ist auch die neue intelligente Ortsnetzstation, die die Turmstation aus den 1960er Jahren am Spielplatz ersetzt. Sie ist deutlich kompakter als ihr Vorgänger aus den 60er Jahren und kann durch ihre Digitalisierung Schwankungen im Energieverbrauch und bei der Einspeisung erneuerbarer Energie automatisch ausgleichen.

Eine intelligente Anlage für die Energiewende in Kötsch

Marcel Boiger erklärt die Vorteile: „Die neue Station ist ein wichtiger Baustein der Energiewende in der Region. Denn dank der digitalen Technologie in der neuen Anlage können in Kötsch künftig mehr Einspeiser erneuerbarer Energie ans Netz gehen." Die intelligente Station ist fernsteuerbar und liefert kontinuierlich Daten aus dem Netz, die auch den Servicetechnikerinnen und -technikern des Bayernwerks bei der Wartung helfen. „Dadurch können wir unser Netz effizienter betreiben. Das spart Kosten und entlastet auch die Kunden“, resümiert Marcel Boiger. Die wachsende Zahl von Erneuerbare-Energien-Anlagen und der steigende Strombedarf durch den zunehmenden Einsatz von Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen erfordern ein starkes, intelligentes und flexibles Netz.