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Neue Solar-Hybridleuchten für Tiefenbach

Neue Solar-Hybridleuchten für Tiefenbach
Foto: Michael Bartels/Bayernwerk AG

Die LED-Umrüstung am Waldweg hat begonnen und bietet für die Straßenbeleuchtung der Gemeinde Tiefenbach im Landkreis Landshut ein großes Einsparpotenzial an Energie und CO2.

Die Solar-Hybridleuchte in Tiefenbach strahlt nachts als kostenloses Straßenlicht. (Foto: Michael Bartels/Bayernwerk AG)

Tagsüber Solarstrom tanken und nachts als kostenloses Straßenlicht ausleuchten. Und wenn mal nicht die Sonne scheint, gibt´s zur Sicherheit den Netzstrom – das ist das Prinzip der elf neuen Solar-Hybridleuchten, die die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) derzeit in Tiefenbach (Landkreis Landshut) im Bereich Am Hang/Waldweg anschließt.

LED-Umrüstungen auf dem Vormarsch

Das Bayernwerk betreibt die Straßenbeleuchtung in rund 1.200 Kommunen Bayerns und bietet verschiedene Möglichkeiten zur Ausleuchtung an. Um die Lichtanlagen so nachhaltig und effizient wie möglich – gerade in Zeiten steigender Energiepreise – zu betreiben, haben mittlerweile viele Gemeinden und Städte ihre Beleuchtung auf LED-Technologie umgestellt. Waren im Februar 2020 noch rund 200.000 LED-Straßenleuchten am Bayernwerk-Netz installiert, so sind es heute bereits über 400.000. Nachdem die ersten Solar-Hybridleuchten im Januar gemeinsam mit Staatsminister Albert Füracker im oberpfälzischen Velburg installiert wurden, geht die Entwicklung nun einen Schritt weiter.

Laden und leuchten

Die neuen Hybridleuchten verfügen über ein Solarpanel auf der Oberseite sowie einen Akku, der im Leuchtenmast verbaut ist. Tagsüber lädt sich der Akku durch die Solarenergie auf und liefert nachts den CO2-freien Strom für den LED-Leuchtenkopf. Bei zu geringer Ladung schaltet die Straßenleuchte auf den regulären Stromanschluss um, sodass das Stromnetz im hybriden Modus die nötige Energie bereitstellt. Zum Betriebsstart der ersten Leuchten sagte Bürgermeisterin Birgit Gatz: „Als Bürgermeisterin der Gemeinde Tiefenbach freue ich mich über die Möglichkeit, an diesem aus meiner Sicht ökologisch sinnvollen und nachhaltigem Pilotprojekt teilnehmen zu können. Die Rückmeldungen der Anlieger des Straßenzugs sind durchweg positiv.“ Zu den laufenden Umrüstungen sagte Bayernwerk-Kommunalmanager Tobias Brockel: „Mit der neuen Leuchte vereinen wir das Beste aus beiden Energiewelten: Wir nutzen das kostenlos gespeicherte Sonnenlicht abends in der Dunkelheit und gewähren zugleich eine starke Betriebssicherheit durch den Netzanschluss. Damit ist es das nachhaltigste und zugleich robusteste Lichtkonzept für die Gemeinden vor Ort.“

In puncto Einsparpotenzial sprechen die Zahlen deutlich für sich: Gegenüber den bereits effizienten LED-Leuchten spart die Hybridleuchte nochmals rund 70 Prozent an Energie und Stromkosten sowie fünf Kilogramm an Kohlendioxid jährlich ein.
Von den insgesamt 642 Brennstellen in Tiefenbach werden nun erstmals elf mit der neuen Solar-Hybridleuchte ausgestattet.

Umstellung auf LED als wirksamste Einsparungsmaßnahme

„Wenn die Straßenbeleuchtung auf Licht emittierende Dioden (LED) umgestellt ist, hat die Kommune schon viel zur Energieeinsparung und damit auch zum Klimaschutz beigetragen“, weiß Daniel Pangerl, Lichtexperte beim Bayernwerk. Bestehende LED-Leuchten haben in aller Regel auch eine zusätzliche autarke Nachtabsenkung um 50 Prozent verbaut. Somit wird der bereits geringe Energieverbrauch nochmals für 4 Stunden bzw. 7 Stunden um weitere 50 Prozent reduziert.

Mit der neuen Hybridleuchte sind nun bis zu 90 Prozent Energieeinsparung gegenüber herkömmlichen Natriumdampfleuchten möglich. „Das eignet sich vor allem im Neubau für Anlieger- und Radwege, aber auch für die Umrüstung von Bestandsleuchten“, erläutert Pangerl. Ein ähnlich hohes Einsparpotenzial biete die smarte Lösung, also eine Umstellung auf LED-Leuchten mit Bewegungsmeldern. Abgesehen von der hohen Energieeffizienz bieten LED-Straßenleuchten einen ökologischen Vorteil: Sie ziehen weniger Insekten an. Für die Umstellung auf LED sei eine sorgfältige Planung und die Programmierung vor Ort erforderlich. Für die Umsetzung müsse man sechs Monate einplanen. Was für welchen Standort am meisten Sinn mache, müsse individuell und vor Ort betrachtet werden. Wem das zu lange dauert, der kann auch mit sogenannten LED-Retrofits seine Beleuchtung umrüsten. Dabei wird nur das Leuchtmittel selbst getauscht, die Umsetzung dauert nur zwei bis drei Monate und amortisiert sich bereits nach rund zwei Jahren. Das Bayernwerk als Partner vieler Kommunen bietet hierzu Beratung und Lösungsvorschläge an.

Mit rund 660.000 Leuchtstellen an Straßen, Gehwegen und Plätzen ist der Netzbetreiber der größte Straßenbeleuchtungsdienstleister in Deutschland. In vielen Bayernwerk-Kundencentern von Franken über Ostbayern bis nach Oberbayern gibt es darüber hinaus eine „Leuchtenstraße“, in der sich Vertreter von Gemeinden ein Bild von verschiedenen Beleuchtungsszenarien machen können.

Auch Sie planen die LED-Umrüstung Ihrer Straßenbeleuchtung? Das Bayernwerk unterstützt Sie dabei!