Versorgungssicherheit muss auch regional gedacht werden. Neben H2-ready Großkraftwerken sollten dezentrale Lösungsansätze umgesetzt werden, um eine sichere Energieversorgung in Bayern zu gewährleisten. Der Zubau von Erneuerbare-Energien-Anlagen, insbesondere der Photovoltaik, wird derzeit kaum räumlich und zeitlich gesteuert. Eine bessere Steuerung durch einen Landesbedarfsplan könnte die Transparenz und Verlässlichkeit für alle Akteure verbessern. Mit der Einspeisesteckdose stellen wir Netzkapazitäten zur Verfügung, die die Betreiber großer Photovoltaik- oder Windparks mit ihren Projekten nutzen können. Dies optimiert und beschleunigt den gesamten Netzanschlussprozess zum Vorteil aller. Im neuen Energiesystem verändert sich nicht nur die Art und Weise wie wir Strom erzeugen, sondern auch wie wir uns fortbewegen und heizen. Strom, Wärme und Mobilität müssen daher im Sinne einer verstärkten Sektorenkopplung zusammen gedacht und behandelt werden. Die Digitalisierung der Energieinfrastruktur ist entscheidend für einen sicheren und effizienten Netzbetrieb. Allerdings kommen Entwicklungen wie die Digitalisierung und der Smart-Meter-Rollout aufgrund bürokratischer Hindernisse und unwirtschaftlicher Rahmenbedingungen nicht im notwendigen Maß voran. Flexibilitäten sind unerlässlich, um den Netzausbaubedarf sowie die damit zusammenhängenden Kosten dauerhaft zu senken. Darüber hinaus können Stromangebot und -nachfrage ausgeglichen werden. Die Akzeptanz für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ist nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau: 81% der Deutschen unterstützen den Ausbau. Der Bruch findet allerdings dann bei der Akzeptanz der notwenigen Infrastruktur statt: lediglich 24% der Deutschen befürworten den Bau von Strommasten. Der Zubau von Erneuerbare-Energien-Anlagen muss künftig mit Blick auf die Netzdienlichkeit erfolgen.
Ein weiterer wichtiger Termin war die Besichtigung des Umspannwerks Irlbach Süd im Landkreis Straubing-Bogen im April mit unserem Vorstandsvorsitzenden Dr. Egon Leo Westphal und dem bayerischen Bau- und Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU). Im März fand ein Branchenaustausch zum Thema Großbatteriespeicher statt. Die Anzahl der Netzanschlussbegehren für diese Speicher und die damit verbundenen Herausforderungen beim Netzanschluss stehen derzeit intensiv im Fokus energiewirtschaftlicher Debatten. Bei unserer Veranstaltung haben wir deshalb gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der Speicherbranche über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte diskutiert. Anfang des Jahres traf sich Dr. Andreas Kießling, Leiter Vorstandsbüro und Politik beim Bayernwerk, mit der Bundestagsabgeordneten Katrin Staffler (CSU) in der Netzleitstelle Dachau. Das Jahr 2025 war für die Energiebranche von großer Bedeutung – und das Bayernwerk mittendrin. Auf den Landesparteitagen von Bündnis 90/Die Grünen, den Freien Wählern und der CSU nutzten wir die Gelegenheit, den Dialog mit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu intensivieren. Am 5. Dezember feierte die vierte Ausgabe des Energie.Impulses 2025 Premiere in neuer Kulisse: den Bayernwerk-Studios. Gemeinsam mit Christine Völzow von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) und Marian Rappl vom Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft (VBEW) diskutierte Dr. Andreas Kießling, Leiter Vorstandsbüro und Politik, Bayernwerk AG über das Thema ‚Energiepolitik im Umbruch - Rückblick und Perspektiven nach dem Herbst der Reformen‘. Der nördliche Landkreis Dachau hat sich in den vergangenen Jahren still und leise zu einer sehr produktiven Region für Solarstrom in Oberbayern entwickelt. Über 4.100 Photovoltaikanlagen verwandeln Dächer und Freiflächen im Norden des Landkreises in dezentrale Kraftwerke. Ein Resultat, das gleichzeitig Erfolg und Herausforderung bedeutet, denn die Region erzeugt immer häufiger deutlich mehr Strom, als sie selbst verbrauchen kann. Am 20. November 2025 ging in Niederviehbach (Landkreis Dingolfing-Landau), nur acht Monate nach dem Spatenstich, die erste Einspeisesteckdose des Bayernwerks in Betrieb. Das neue Umspannwerk bündelt den Netzanschluss für vier Photovoltaikanlagen aus den Landkreisen Landshut und Dingolfing-Landau und eröffnet damit einen völlig neuen, deutlich schnelleren und effizienteren Weg, erneuerbare Energieanlagen ans Netz zu bringen. In Garching bei München fiel der Startschuss für ein Projekt, das Forschung, Digitalisierung und Energieversorgung in Bayern eng miteinander verbindet: Die Bayernwerk Netz GmbH errichtet ein neues Umspannwerk für das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Beim symbolischen Spatenstich setzten Staatsminister Dr. Florian Herrmann, MdL und Bayernwerk-Vorstandsvorsitzender Dr. Egon Leo Westphal gemeinsam das Zeichen für den Beginn der Arbeiten. Mit der Inbetriebnahme des ersten Container-Umspannwerks setzt die Bayernwerk Netz GmbH einen neuen Standard für Effizienz und Flexibilität im Netzumbau. Auf dem Gelände des Umspannwerks Lochham in Gräfelfing wurde am 13. Oktober die innovative Anlage offiziell vorgestellt. Vorstandsvorsitzender Dr. Egon Leo Westphal besuchte gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Kerstin Schreyer und Gräfelfings Bürgermeister Peter Köstler die Baustelle, um das neue Konzept im Einsatz zu sehen. Am 17. September fand der Bayerische Stromnetzgipfel in der Staatskanzlei in München statt. Gemeinsam mit Vertretern weiterer Netzbetreiber und der bayerischen Wirtschaft diskutierten Ministerpräsident Dr. Markus Söder, der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gemeinsam mit Bayernwerk-Vorstandsvorsitzendem Dr. Egon Leo Westphal die Herausforderungen und Lösungsansätze zum Ausbau der Stromnetze und zum Ausbau der Erneuerbaren Energien.
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