Information zur Einreichung des Anlagenzertifikates und der zugehörigen Konformitätserklärung

Unabhängig vom Energieträger der EEG-Anlage und der Leistung muss ein Anlagenzertifikat zur Erstellung des Netzanschlussvertrages, spätestens jedoch vor einer Zuschaltung zum Netzparallelbetrieb beim Netzbetreiber vorgelegt werden, wenn die Länge der Leitung vom Netzanschlusspunkt bis zu der/den Erzeugungseinheit(en) > 2 km ist. Die zugehörige EZA-Konformitätserklärung ist innerhalb der Gültigkeit des Anlagenzertifikates, spätestens jedoch 12 Monate nach der Inbetriebnahme, beim Netzbetreiber nachzureichen.

Für Windenergieanlagen > 1 MVA* (Inbetriebnahme ab dem 1. April 2011) muss das Anlagenzertifikat (Planungszertifikat) zur Erstellung des Netzanschlussvertrages, spätestens jedoch vor einer Zuschaltung zum Netzparallelbetrieb der betroffenen Anlage, beim Netzbetreiber vorliegen.

Nach § 2 Abs. 1 §§ 3 und 4 der SDLWindV müssen Windenergieanlagen, die nach dem 31. März 2011 in Betrieb genommen werden, zwingend die Anforderungen aus der SDLWindV erfüllen. Kann die Anlagenbetreiberin oder der Anlagenbetreiber den Nachweis nicht erbringen, so besteht kein Anspruch auf Vergütung nach dem EEG.

Für Photovoltaik- und Brennstoffzellenanlagen mit Inbetriebnahme ab dem 01. April 2011 und einer Leistung von > 1 MW ist das Anlagenzertifikat (Planungszertifikat) zur Erstellung des Netzanschlussvertrages, spätestens jedoch vor einer Zuschaltung zum Netzparallelbetrieb der betroffenen Anlage, beim Netzbetreiber vorzulegen.

Hinweis: Bei PV-Anlagen ist die maßgebende Leistung für die Zertifizierung die Summe der maximalen AC-Scheinleistungen der eingesetzten Erzeugungseinheiten (Wechselrichter).

Für Erzeugungsanlagen mit Verbrennungskraftmaschinen > 1 MVA*  und sonstige mit Synchrongeneratoren betriebene EZA (Wasser-KW, Geothermieanlagen, …) > 1 MVA*, deren vollständige Antragsunterlagen ab dem 1. Januar 2014 beim zuständigen Netzbetreiber eingereicht werden, ist das Anlagenzertifikat (Planungszertifikat) zur Erstellung des Netzanschlussvertrages, spätestens jedoch vor einer Zuschaltung zum Netzparallelbetrieb der betroffenen Anlage, beim Netzbetreiber vorzulegen.
 

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* Summenleistung aller EZA am Netzanschlusspunkt (NAP).
Steigt durch den Zubau weiterer Erzeugungsanlagen bzw. durch den Umbau oder die Erweiterung von Bestandsanlagen die Einspeiseleistung an einem bereits bestehenden NAP auf eine Summenleistung > 1 MVA an, so gelten ggf. andere Grenzen zur Wahrung der Verhältnismäßigkeit, siehe hierzu die Ergänzungen der BAG zur TR EA MS, Kapitel 6 (https://www.bayernwerk.de/cps/rde/xchg/bayernwerk/hs.xsl/490.htm). Werden an Erzeugungsanlagen, die bereits ein Anlagenzertifikat besitzen, weitere Erzeugungsanlagen zu- oder abgebaut oder werden sonstige wesentliche Änderungen an der Anlage durchgeführt, so ist grundsätzlich ein neues Anlagenzertifikat (mit zugehöriger EZA-Konformitätserklärung) beim Netzbetreiber vorzulegen.

Alle Betreiber von Erzeugungsanlagen, die ein Anlagenzertifikat zu erbringen haben, müssen nach Vorlage des Anlagenzertifikates eine zugehörige EZA-Konformitätserklärung erstellen lassen. Die EZA-Konformitätserklärung weist nach, dass die Erzeugungsanlage konform zum Anlagenzertifikat und den Anforderungen des Netzbetreibers errichtet worden ist. Sie ist innerhalb der Gültigkeit des Anlagenzertifikates, spätestens jedoch 12 Monate nach der Inbetriebnahme der letzten EZE innerhalb der EZA beim Netzbetreiber vorzulegen.

Die grundsätzlichen Inhalte der EZA-Konformitätserklärung sind in der „Technischen Richtlinien für Erzeugungseinheiten und –anlagen“ der FGW e. V. Teil 8 in der jeweils aktuellen Fassung beschrieben. Details, z. B. über die Art der Weise der Nachweisführung, sind darin jedoch nur teilweise vorhanden. Detaillierte Anforderungen an die EZA-Konformitätserklärung sind deshalb in der Datei "Informationen zur Einreichung der EZA-Konformitätserklärungen" beschrieben und von den Sachverständigen, die die EZA-Konformitätserklärung erstellen, entsprechend zu beachten.