Maria Kulzer hat in der Gemeinde Ascha über Jahre hinweg eine Vielzahl von Aktionen angestoßen und durchgeführt, die der Einsparung von Energie und dem Schutz der Umwelt dienen. So initiierte sie unter anderem Programme zum Austausch von Hei-zungspumpen und zur Förderung der Elektromobilität, die dann von der Gemeinde Ascha umgesetzt wurden.

Besonders bemerkenswert ist, mit welcher Konsequenz und Ausdauer sie ihr Vorhaben bereits zu einem Zeitpunkt begann, zu dem die Energiewende noch kein stehender Begriff war. Mit Ihrem Engagement ist sie ein echter Impulsgeber.

Wichtig ist auch, dass die Erfolge der Gemeinschaftsarbeit weit über die Gemeindegrenzen hinaus kommuniziert werden und Besuchergruppen sich regelmäßig vor Ort über den von Ascha eingeschlagenen Weg informieren. Ascha nimmt damit eine echte Vorbildfunktion ein.

In der Nachmittagsbetreuung der Mittelschule Viechtach wird Wert darauf gelegt, dass die Schülerinnen und Schüler die Zeit nutzen, um ein Bewusstsein für Energieeffizienz und Ökologie zu entwickeln. Dazu werden Schülergruppen gebildet, die festgelegte Themen bearbeiten und ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren. Beispiele aus den letzten Jahren waren der Wald, Müll, Stromerzeugung und der Wasserkreislauf.

Unter der ehrenamtlichen Betreuung von Alois Pinzl entstehen auf diese Weise jedes Jahr Flyer und eine kleine Ausstellung zum jeweiligen Schwerpunktthema. Um mehr Besucher zu erreichen, beschränkt man sich dabei nicht nur auf die Schule, sondern geht mit der Ausstellung auf Wanderschaft, in Kaufhäuser, in Banken, ins Rathaus und in andere Schulen.

Durch dieses Projekt werden weite Teile der Bevölkerung erreicht und Anregungen zu umweltfreundlichem Verhalten gegeben. Die Schule geht als Vorbild für andere Schulen voran.

Waldhackschnitzel aus nachhaltiger Produktion sind ein umweltfreundlicher und CO2-neutraler Brennstoff. Dies gilt aber nur, wenn qualitativ hochwertige Hack-schnitzel eingesetzt werden. Ist dies nicht der Fall, wird der Flugascheanteil durch Verschmutzungen und überhöhten Staubgehalt zu hoch und die Filter der Biomassekessel werden überfordert. Das erschwert nicht nur die Einhaltung der Staubgrenzwerte, sondern kann auch zu Betriebsstörungen führen.

Thomas Piller hatte die Idee, eine Genossenschaft zu gründen, die das Problem bei der Wurzel packt: Sie schaffte eine mobile Hackschnitzelreinigungsanlage an, mit der der Brennstoff direkt vor Ort in den Lagern vom Staub befreit werden kann. Dadurch werden die genannten Probleme gelöst und Restholz wie Stauden, Äste und Überholz, das im unbehandelten Zustand zu starke Verunreinigungen aufweist, kann in Biomassekesseln genutzt werden.

Durch seinen Anstoß hat Thomas Piller dafür gesorgt, dass vorhandene natürliche Ressourcen optimal genutzt werden können und die Energiewende in der Region wieder einen Schritt voranschreiten kann.