Ökologische Bildungsstätte Burg Hohenberg e. V.: „Energiesparnasen“

 

Die Ökologische Bildungsstätte Burg Hohenberg e. V. hat ein Modul entwickelt, um Grundschülern im Landkreis Wunsiedel und Mitarbeitern der Lebenshilfewerkstatt Marktredwitz die Themen Energie und Klimawandel näher zu bringen. Ziel ist es, Kindern und Interessierten so früh wie möglich die komplexen Themeninhalte kind- und altersgerecht begreifbar zu machen und anhand von selbständigen Experimenten zu verdeutlichen. Zudem wird Hintergrundwissen über Entstehung und Gefahren fossiler Brennstoffe sowie die Formen erneuerbarer Energien vermittelt. Die Teilnehmer erörtern Möglichkeiten, Energie zu sparen und suchen im Alltag nach Energiefressern und erarbeiten spezielle Energiespartipps. Das Modul soll langfristig als festes Angebot für Schulen und interessierte Gruppen im Landkreis zur Verfügung stehen.

Joachim Lenkeit (Bad Berneck): „Elektromobilität – Solartankstelle – Solarcarport“

Um ein Zeichen für umweltfreundliches Fahren mit Null CO2-Emissionen zu setzen, schaffte sich Joachim Lenkeit aus Bad Berneck im Jahr 2001 ein Solarmobil und eine offizielle Solarmobiltankstelle an, die am bundesweiten ´Park & Charge´- Stromtankstellensystem angeschlossen ist. Da immer mehr Solarmobile der Region seine Solartankstelle anfuhren, um Strom zu beziehen, wurde die Ladestation im Laufe der Jahre vergrößert, bis 2010 daraus ein großer Solar-Carport entstand. Da die Tankstelle auch im Leichtelektromobiltanknetz-Verzeichnis eingetragen ist, wurde der Solarcarport zum Ziel vieler Elektroautos, die auf der A9 unterwegs sind. Bemerkenswert ist, dass der Strombezug an der Ladestation kostenfrei ist, denn Joachim Lenkeits Ziel war es nicht, mit der Tankstelle Geld zu verdienen, sondern der Verbreitung der Elektromobilität Vorschub zu leisten. Dies ist ihm gelungen, denn mittlerweile ist der Carport nicht nur Solarmobil- und E-Autoladestation, sondern auch offizielle Pedelec-Ladestation der Stadt Bad Berneck.

Susanne Fickenscher (Hof/Saale): „Pilotprojekt Sonnenhaus in Hof a. d. Saale“

Die Wärmeversorgung von Gebäuden hat den weitaus größten Anteil am Energieverbrauch in Deutschland. Deshalb hatte sich Susanne Fickenscher aus Hof a. d. Saale zusammen mit ihrem Mann das Ziel gesetzt, ein zukunftsfähiges, ökologisches und nachhaltiges Gebäude zu bauen. 2012 wurde mit der Errichtung des Sonnenhauses begonnen, das in drei Wohneinheiten sowie einen Bürobereich gegliedert ist. Das Baukonzept setzt auf die Kombination einer sehr großen Solarwärmeanlage mit außergewöhnlich guter Wärmedämmung. Diese wird erzielt durch den Einsatz von Recyclingmaterialien und Naturbaustoffen wie Holz, Lehm und Strohdämmung, die auch für ein sehr gutes Raumklima sorgen. Ein Steildach aus 112 Quadratmeter Solarwärmekollektoren erntet die Sonnenenergie und lagert diese in einem 40.000 Liter fassenden Saisonpufferspeicher ein. Die so gewonnene Solarenergie soll ganzjährig bis zu 90 Prozent des Bedarfs für Heizung und die Warmwasserbereitung decken. Der Rest wird klimaneutral mit einem kleinen Holzpelletkessel bereitgestellt. Die Bauherren  öffneten ihre Türen während der Bauphase für zahlreiche interessiert Bürger, Schüler, Studenten, Architekten und Energieexperten und ließen dadurch andere an ihren Erfahrungen teilhaben.

Energievision Frankenwald e. V.: „Energie bewegt die Welt“

Unter dem Motto „Energie bewegt die Welt“ startete der Verein Energievision Frankenwald e. V. mit den vier lokalen Arbeitsgruppen Landkreis Hof e. V., Landkreis Kronach e. V., Sechsämterland-Innovativ e. V. sowie der Wohlfühlregion Fichtelgebirge e. V.im Januar 2014 ein Kooperationsprojekt, das die Entwicklung eines Energietourismusangebots zum Ziel hat. Die Idee der Energievision Frankenwald e.V. ist es, auch den Bereich Energie touristisch zu erschließen und das Augenmerk das Interesse der Touristen auf die für moderne Energietechnik der Region und damit auch den Beitrag der Region zur Energiezukunft zu lenken. Hierzu sollen Anlagen, die Energie aus Erneuerbaren Quellen erzeugen, zu Anziehungspunkten für Touristen werden. Hierfür werden die örtlichen Betreiber geschult, um qualifizierte Führungen durchführen zu können. Zudem soll durch medienwirksame Aktionen, wie beispielsweise den Druck eines Energie-Tourenführers, Infotafeln und das Internet auf die Stationen aufmerksam gemacht werden. Das Projekt will die Basis für eine Aufnahme in das Portfolio der beteiligten Tourismusverbände schaffen, um Besuchern die Möglichkeiten der Erneuerbaren Energien im ländlichen Raum und das Nachhaltigkeitsbewusstsein der Region zu veranschaulichen. Auch der lokalen Bevölkerung soll die erbrachte Leistung der vergangenen Jahre im Bereich der Erneuerbarer Energien vor Augen geführt werden.