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Die Sonne speichern

Neben intelligentem Lastmanagement und verbesserten Netzstrukturen verlangt das Netz der Zukunft aufgrund des Anstiegs von dezentral erzeugter Energie auch nach dem verstärkten Einsatz von Energiespeichern.

Grundlegendes Problem hierbei ist, dass der Energieverbrauch nicht der erzeugten Photovoltaik-Energie entspricht.

Wenn in den Abendstunden oder nachts Energie benötigt wird (zum Beispiel für Beleuchtung oder zum Fernsehen), dann erzeugt die Photovoltaik-Anlage keinen Strom. Dieser muss dann aus dem Netz bezogen werden. Im umgekehrten Fall, wenn beispielsweise zur Mittagszeit sehr viel Energie produziert werden kann, wird diese zum größten Teil ungenutzt in das öffentliche Netz eingespeist.

Es wäre aber sinnvoller, wenn der Strom hauptsächlich dort verbraucht wird, wo er auch erzeugt wird. Dies kann allerdings nur verwirklicht werden, wenn es eine Möglichkeit zur Speicherung von photovoltaisch erzeugter Energie gibt, damit überschüssige Energie, die zu sonnenreichen Zeiten produziert wird, nicht ungenutzt bleibt. Anstatt die Energie in das öffentliche Netz einzuspeisen, wird sie zwischengespeichert und steht dann zur Verfügung, wenn sie wieder gebraucht wird.

Um auch in Zukunft die gewohnte Versorgungssicherheit und Zuverlässigkeit der Energieversorgung gewährleisten zu können, engagiert sich Bayernwerk auch in Projekten zur Speicherung von Photovoltaik-Energie.

Der Energiespeicher im Forschungsprojekt – "Sol-ion"

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Bayernwerk unterstützt als Partner des vom Bundesumweltministerium geförderten Forschungsprojekts "Sol-ion" die Untersuchung und Erprobung von speziellen Wechselrichtern mit integriertem Speicher im öffentlichen Netz. Dieses System soll den herkömmlichen Wechselrichter an Photovoltaik-Anlagen ersetzen. Es handelt sich hierbei um eine Kombination von Stringwechselrichter, Batterieladegerät und Lithium-Ionen-Akku, die von den Industriepartnern voltwerk electronics GmbH, Saft Batterien GmbH und Tenesol entwickelt wurde.

Durch die Entwicklung von solch innovativen Speichertechnologien wird es möglich sein, den Eigenverbrauch zu optimieren, das heißt, die Energieerzeugung besser an den Energiebedarf anzupassen. "Sol-ion" speichert hierbei die Photovoltaik-Energie und gibt sie zeitversetzt ab. Wenn die "Sol-ion"-Batterie vollständig geladen ist, wird die überschüssige Energie ins Netz eingespeist. Im umgekehrten Fall, wenn also weniger Energie produziert wird oder gespeichert ist als benötigt, wird wie gewohnt Energie vom Netz bezogen. Die moderne "Sol-ion"-Technologie in Verbindung mit einer hausinternen Photovoltaik-Anlage kann ca. 70 Prozent des eigenen Verbrauchs abdecken.

© Voltwerk Electronics

Der Bayernwerk AG ist es wichtig, solch innovative Projekte zu fördern. Daher bringen wir uns als Partner in besonderem Maße in dieses Projekt ein: 25 "Sol-ion"-Systeme werden in Deutschland getestet, davon 5 bei den Projektpartnern und 20 im Netz der Bayernwerk AG.