Erdgas ist ein Naturprodukt von verschiedener Qualität und Herkunft. Je nach Liefersituation unterscheidet es sich in der Konsistenz. Deshalb ist es notwendig das Gas an den verschiedenen Einspeisepunkten ins Netzgebiet der Bayernwerk AG kontinuierlich zu messen.

Die zulässige Gasbeschaffenheit von Erdgas ist im DVGW-Arbeitsblatt G 260 „Gasbeschaffenheit" festgelegt (zum Beispiel Brennwert zulässig zwischen 8,4 und 13,1 kWh/m³). Das Verfahren, wie der Abrechnungsbrennwert zu ermitteln ist, sowie die Energiemengenaufteilung innerhalb eines Abrechnungszeitraums, ist im Grundsatz im DVGW-Arbeitsblatt G 685 „Gasabrechnung" beschrieben.

Der monatliche Abrechnungs-Brennwert ist insofern kein Stichprobenwert, sondern bildet das während dieses Monats im jeweiligen Brennwertbezirk gelieferte Gas tatsächlich mit seinen schwankenden Brennwerten energetisch exakt ab. Für die Ermittlung des mittleren Brennwerts eines über das Jahr gelieferten Gases ist also ein gewichtetes Mittel aus den monatlich gelieferten Gasvolumina mit den jeweils zugehörigen Brennwerten zu bilden.

Das Netzgebiet der Bayernwerk AG wird zur Gasabrechnung und Gasbilanzierung in Brennwertbezirke eingeteilt.

Alle Bilanzierungsprozesse nach GABi (Gasbilanzierung) werden mit dem Brennwert des Vorvormonats im entsprechenden Brennwertbezirk bilanziert: